Es war Balsam für die Fußballer-Seele. Die Landesliga-Kicker des BSV Menden konnten am vergangenen Sonntag den ersten Sieg in der noch jungen Saison verbuchen. Mit einem 1:0-Erfolg kehrte man vom Gastspiel beim SV Schmallenberg/Fredeburg heim an den Oesberner Weg. Der Dreier am Wormbacher Berg fiel zwar knapp aus, doch er beseitigte die ersten möglicherweise aufkommenden Selbstzweifel bei den Hönnestädtern. “Dieser Sieg war wichtig für die Mannschaft”, so BSV-Trainer Ralf Schneider. Für den Ex-Profi und seinen Partner Marcel Brünnel war es auch eine erste Bestätigung der eigenen Arbeit. “Wir müssen in jedem Spiel an unsere Grenzen gehen”, so Ralf Schneider. Kampf und Leidenschaft dürften in diesem Jahr den Fußball des Landesligisten bestimmen.
Und dabei gilt vor allem die Vorgabe, dass zunächst erst einmal die eigene Mannschaft im Blickpunkt steht. Debatten über den Gegner oder dessen Spielweise werde es nicht in erster Linie geben. “Zwar ist es schon interessant, was beim Gegner los ist. Doch es sollte schon nebensächlich sein”, so Ralf Schneider. Der Mendener Coach rückt dann auch gleich das nächste Heimspiel des BSV Menden am Sonntag in den Mittelpunkt. “Nachdem es ja gegen den SC Neheim nicht zu einem Heimsieg gereicht hat, wollen wir das gegen den FC Lennestadt schaffen.” Die Partie gegen den langjährigen Liga-Rivalen aus dem Kreis Olpe wird am Sonntag um 15:00 Uhr auf dem Hauptplatz des Huckenohlstadions angepfiffen.
Lennestadt ist ähnlich holprig wie der BSV Menden in die Saison gekommen. Nach Niederlagen gegen den SV Attendorn (0:1) und den SV Schmallenberg/Fredeburg (1:2) gab es den ersten Sieg am Sonntag gegen den SC Drolshagen mit 2:0. Einen Spieler werden die Mendener Fußballfreunde allerdings vermissen: Das Lennestädter Urgestein Florian Friedrichs lässt seine Karriere bei einem Kreisligisten ausklingen. Friedrichs war über ein Jahrzehnt der Torjäger der Landesliga. “Er war über Jahre hinweg die Lennestädter Lebensversicherung”, so Ralf Schneider.
Beim BSV Menden ist man aber weit davon entfernt, aufgrund des Endes der Friedrichs-Ära erst einmal durchzuatmen. “Wir müssen versuchen, unser Spiel zu machen”, wollen Ralf Schneider und Marcel Brünnel von dem eingeschlagenen Weg nicht abweichen. Und der sieht nun einmal auch eine gewisse Flexibilität im Spiel vor. “Was bringt es, wenn wir unsere Mannschaft auf eine Dreierkette des Gegners einstellen, nur weil der diese in den vergangenen Jahren immer gespielt hat und jetzt mit etwas anderem aufläuft”, verlangt das Mendener Trainerduo die notwendige Flexibilität. Eines wird sich auf jeden Fall auch nicht zum zweiten Heimspiel ändern: Die personelle Situation beim BSV Menden ist durch Langzeitverletzte und Urlauber noch angespannt. “Vielleicht kann Hoffi wieder spielen”, hofft Schneider auf die Rückkehr von Routinier Marcel Hoffmann. Der fehlte zuletzt wegen einer Schulterverletzung.


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